... der uns bekannte Herr "Historiker" Wippermann meldet sich zu Wort!

INFO im Tagesspiegel:

http://www.tagesspiegel.de/kultur/Historikerstreit-DDR-NS-Regime-Wipperm...

... es sind auch schon ein paar interessante Kommentare gepostet.

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Jurij Below
Offline
Joined: 20.01.2008
Re: ... der uns bekannte Herr "Historiker" Wippermann meldet ...

Danke für die Information, lieber Roland!

"Stalins Mann in Berlin" spricht aus der Seele von WJC in New York. Nachdem Prof. Raul Hilberg (gest. 2008) erlaubte dem Norman Finkelstein nicht mehr ihm jedes Mal zu fragen ob er das Begriff "Einzigartigkeit" benutzen sollte, antowtete er in New York Times: "Dann werde ich laut sprechen von Einzigartigkeit von Genozid gegen Armenier, GULAG, Kambodscha, Uganda und auch Palästina" - erklärte Prof. Finkelstein einen Krieg an WJC und hat diese "Einzigartigkeit" in dem Holocaust Industrie als eine "Ausbeutung des Leiden der Juden" genannt. Der Chef von WJC Edgar Bronfman sollte sein Hut nehmen, weil er von "infizierten" Rabbi Senger als "Katalisator des Anti-Semitismus" genannt wurde.

Seitdem ADL (Ant-Diffamation League) spricht nicht mehr von "Einzigartigkeit" und der Wippermann ist einer der wenigen Stalinisten,der linietreu bleibt.

Allerdings will ich nicht verzichten diese Passage aus der "Tagesspiegel" besonders hervorheben:

Zu einem neuerlichen Historikerstreit - wie Ende der achtziger Jahre und damit kurz vor dem Zusammenbruch der kommunistischen Regimes der Streit über die Vergleichbarkeit von Stalinismus und NS-Regime – taugen Wippermanns Kassandrarufe jedoch nicht. Die ideologische Schärfe, die den Streit von 1986 – wie auch den um das französische „Schwarzbuch des Kommunismus“ – als Teil des Ost-West-Konflikts kennzeichneten, ist heute verbraucht. Während Knabe und Konsorten vor der Verharmlosung der DDR warnen, sieht Wippermann die Einzigartigkeit des NS-Regimes begrifflich bedroht. Erst am Schluss seiner Buchvorstellung, die die Thesen – wie auch die Gehässigkeiten – seines Buches zusammenfasste, räumte Wippermann ein, sich „vielleicht tatsächlich mit dem  Stalinismus zu wenig beschäftigt“ zu haben.

Der Prof. Norma G. Finkelstein stellt das Problem der "Einzigatigkeit" in seinem Buch "Die Holocaust Industrie", Piper Verlag, Berlin, 2002 so dar:

Auf dir Seite 54 Finkelstein zitiert Elie Wiesel: Wer Holocaust mit dem Leiden anderer vergleicht: begeht absoluten Verrat an den jüdischen Geschichte“. 

 „Ein von Wiesel gern benutztes Schlagwort lautet, dass die Allgemeingültigkeit des Holocaust in seiner Einzigartigkeit liegt. Wenn der Holocaust aber unvergleichlich und unbegreiflich einzigartig ist; wie kann er dann eine allgemeingültige Seite  besitzen?“

 Die Debatte um die Einzigartigkeit des Holocaust ist unfruchtbar. Die Behauptungen, der Holocaust sei einzigartig, haben mittlerweile in der Tat eine Form von „intellektuellen Terrorismus“ (Chaumont) angenommen. Jene, die die normalen vergleichenden Verfahren wissenschaftlicher Untersuchungen anwenden, müssen zunächst tausendundein Vorbehalt voranschicken, um den Vorwurf gar nicht erst aufkommen zu lassen, sie würden „DEN HOLOCAUST trivialisieren“.

JB

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